Ausgewählte Übertreibungen – Gespräche und Interviews 1993-2012

42200-full476 Seiten  Verlag Suhrkamp

Bernhard Klein (Hg.)

Inhalt

Schon zu Beginn der achtziger Jahre zeichnet Peter Sloterdijk jene Gestalt, die sein Werk und sein Wirken in der Öffentlichkeit am treffendsten charakterisiert: den Denker auf der Bühne. Der Anspruch, den er damit verbindet, besteht darin, die theoretische Grundeinstellung der aufklärerischen Philosophie zu überwinden und ihr zu einem neuen reflexiv-praktischen Grundverständnis zu verhelfen. Sein Anliegen ist es, ein neues Verständnis der Welt und die daraus resultierende Umgestaltung der Verhältnisse durch Dialoge mit der Öffentlichkeit plausibel zu machen und zu befördern. Dies gelingt ihm auf unnachahmliche Weise in zahlreichen gleichsam klugen und unterhaltsamen Gesprächen.
Aus diesem Grund bilden die hier versammelten mehr als fünfzig Interviews aus fast dreißig Jahren den Kern des Sloterdijkschen Agierens. Seine Dialoge in und mit der Öffentlichkeit handeln vom Doping und derdoxa, von Gott und der Welt, vom Design und dem Dogma. Hier ist nachzulesen, wie Peter Sloterdijk die philosophische Tradition und deren neueste Strömungen beurteilt, welche Diagnosen er dem Zeitgeist stellt, wie alltägliche Phänomene durch eine überraschende Perspektivierung einen völlig neuen Sinn erhalten. Für alle Leser, die Peter Sloterdijk kennen oder kennenlernen wollen, bieten diese Dialoge eine ebenso aufschlußreiche wie überraschende und zugleich amüsante Lektüre der geistigen und politischen Ereignisse der letzten drei Jahrzehnte.

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Pressestimmen

»Die gesammelten Interviews des Philosophen Peter Sloterdijk zeugen von intellektueller Leidenschaft und Heiterkeit.« Jens Bisky, Süddeutsche Zeitung

»Vor allem aber erweist Sloterdijk sich als ein Intellektueller, der sich den Themen unserer Zeit stellt und den Elfenbeinturm am liebsten gar nicht erst betritt. Insofern ist dieser Band eine prima Einführung In sein Denken.« Uwe Grosser, Heilbronner Stimme

»Diese Unverbesserlichkeit unserer Lage, in unauflösbaren Zerreißproben zu sein – sie ist in diesem Buch beschwingend als Spielfeld des frei fabulierenden Geistes zu genießen.« Hans-Dieter Schütt, neues-deutschland.de

»Peter Sioterdijk ist einer der schillerndsten und scharfsinnigsten Intellektuellen.« Eike Gebhardt, Deutschlandradio Kultur

»Das ästhetische Vergnügen verhindert, dass der Leser sich langweilt. Seit jeher leide er, schreibt Sloterdijk, unter einer kindlichen Furcht vor Langeweile, und am meisten langweilten ihn die ›Phrasenbesitzer‹. Dass er seinen Lesern die Langweile ersparen will, erklärt seinen pointierten Stil, seine überraschenden Assoziationen und seine Freude an provokativen Übertreibungen. Die Leser sollten dankbar sein.« Alexandra Pontzen, literaturkritik.de April 2014

Inhaltsverzeichnis

Statt eines Vorworts
Bernhard Klein im Gespräch mit Peter Sloterdijk Karlsruhe, 17.12.2012

Der Halbmondmensch
Dieses Gespräch zwischen Peter Sloterdijk und Elke Dauk erschien unter dem Titel »Der Halbmondmensch« in der Frankfurter Rundschau (29. September 1993, S. ZB 2). Elke Dauk ist Suhrkamp-Autorin von Der Griff nach den Sternen. Suche nach Lebensformen im Abendland (Insel Verlag 1998).

Warum sind Menschen Medien?
Dieses Gespräch zwischen Peter Sloterdijk und Jürgen Werner erschien unter dem Titel »Warum sind Menschen Medien, Herr Sloterdijk?« im Frankfurter Allgemeine Zeitung Magazin (9. September 1994, S. 54f.). Jürgen Werner war Redakteur der Frankfurter Allgemeine Zeitung bis 1998, zunächst im Sportteil, später im FAZ-Magazin.

Weltfremdheit und Zeitdiagnose
Dieses Gespräch zwischen Peter Sloterdijk und Andreas Geyer wurde erstmals im Bayerischen Rundfunk ausgestrahlt (2.12.1994). Andreas Geyer ist Leiter der Redaktion Medizin des bayerischen Rundfunks in München.

Rollender Uterus
Dieses Gespräch zwischen Peter Sloterdijk und Walter Saller erschien unter dem Titel »Rollender Uterus« im Nachrichtenmagazin Der Spiegel (8/1995, S. 130). Walter Saller ist ein deutscher Journalist.

Wirf den Seelenklempner raus!
Dieses Gespräch zwischen Peter Sloterdijk und Martin Frischknecht erschien unter dem Titel »Interview mit dem Philosophen Peter Sloterdijk« in Spuren – Magazin für Neues Bewußtsein (45/1997). Martin Frischknecht ist Herausgeber der Zeitschrift Spuren – Das Leben neu entdecken, Winterthur (Schweiz)

Philosophische Umstimmung
Dieses Gespräch zwischen Peter Sloterdijk und Felix Schmidt erschien unter dem Titel: »Meine Arbeit dreht sich um das Zur-Welt-Kommen« in der Welt (6. Oktober 1999, S. 35). Felix Schmidt war Kulturchef des Spiegels, Chefredakteur von Welt am Sonntag, Stern und Hörzu, er wirkte als Fernsehdirektor beim Südwestfunk Baden-Baden und war zuletzt Geschäftsführer der Fernsehproduktionsgesellschaft AVE.

Wir fahren immer auf dem Maternity Drive
Dieses Gespräch zwischen Peter Sloterdijk und Mateo Kries erschien unter dem Titel »Wir fahren immer auf dem Maternity Drive…« im Ausstellungskatalog Automobility – Was uns bewegt, Vitra Design Museum, Weil am Rhein, 1999, S. 102-113. Mateo Kries ist Chefkurator am Vitra Design Museum in Weil am Rhein.

Arbeit am Ungesagten der Kultur
Dieses Gespräch zwischen Peter Sloterdijk und Felix Schmidt erschien unter dem Titel »Ich weiß viel vom Wahnsinn« im Frankfurter Rundschau Magazin (30. Juni 2001, S. 18f.). Felix Schmidt war Kulturchef des Spiegels, Chefredakteur von Welt am Sonntag, Stern und Hörzu, er wirkte als Fernsehdirektor beim Südwestfunk Baden-Baden und war zuletzt Geschäftsführer der Fernsehproduktionsgesellschaft AVR

Über Reichtum und Selbstachtung
Dieses Gespräch zwischen Peter Sloterdijk, Klaus Methfessel und Christian Ramthum erschien unter dem Titel: »Reichtum muß Selbstachtung erzeugen« in der Wirtschaftswoche (19. Juli 2001, S. 22-26). Klaus Methfessel ist Leiter der Georg von Holtzbrinck-Schule für Wirtschaftsjournalisten. Christian Ramthun ist stellvertretender Leiter des Hauptstadtbüros und seit 1997 bei der Wirtschaftswoche.

Lernen ist Vorfreude auf sich selbst
Dieses Gespräch zwischen Peter Sloterdijk und Reinhard Kahl erschien unter dem Titel »Lernen ist Vorfreunde auf sich selbst« in Pädagogik (Beltz, Weinheim)(53/2001, S. 40-45). Reinhard Kahl ist Journalist und Filmemacher.

Von Postboten und eingestürzten Türmen
Dieses Gespräch zwischen Peter Sloterdijk und Arno Frank erschien unter dem Titel: »Ich bin nicht der Postbote« in der taz (19. Januar 2002, S. 3f.). Arno Frank ist taz-Redakteur.

Den Kopf heben: Ober Räume der Verwöhnung und das Driften in der Zeit
Dieses Gespräch zwischen Peter Sloterdijk und Thomas Macho erschien unter dem Titel: »Den Kopf heben: Über Räume der Verwöhnung und das Driften in der Zeit« in: Petra Lutz / Thomas Macho / Gisela Staupe (Hg.) Der (im-)perfekte Mensch. Metamorphosen von Normalität und Abweichung. Böhlau Verlag Wie, Köln, Weimar 2003, S. 379-405. Thomas Macho ist Kulturwissenschaftler und Philosoph. Seit 1993 Professor für Kulturgeschichte an der Humboldt Universität zu Berlin.

Gute Theorie lamentiert nicht
Dieses Gespräch zwischen Peter Sloterdijk, Frank Hartmann und Klaus Taschwer erschien unter dem Titel »Gute Theorie lamentiert nicht« in: Telepolis (8. Juni 2004), http://www.heise.de/tp(r4/artikel/17/17554/I.html (Abfragedatum 9.1.2013) Frank Hartmann ist seit 2009 Professor an der Bauhaus-Universität Weimar. Klaus Taschwer lebt als freiberuflicher Sozialwissenschaftler und Wissenschaftsjournalist in Wien.

Es gibt keine Individuen
Dieses Gespräch zwischen Peter Sloterdijk und Sven Gächter erschien unter dem Titel »Es gibt lediglich Dividuen« in der Weltwoche (14. Juli 2004). Sven Gächter ist Chefredakteur des österreichischen Nachrichtenmagazins Profil.

Verwirrte geben Verwirrung weiter
Dieses Gespräch zwischen Peter Sloterdijk und Matthias Matussek erschien unter dem Titel »Verwirrte geben Verwirrung weiter« im Nachrichtenmagazin Der Spiegel (35/2004, S. 122-125). Matthias Matussek ist Spiegel-Journalist und Buchautor.

Deutsche wollen müssen: Theorie zum Jahresende
Dieses Gespräch zwischen Peter Sloterdijk und Ulf Poschardt erchien unter dem Titel »Deutsche wollen müssen« in der Welt am Sonntag (12. Dezember 2004). Ulf Poschardt ist Journalist und Buchautor.

Komparatisten des Glücks
Dieses Gespräch zwischen Peter Sloterdijk, Manfred Keuler und Paul Pantel erschien unter dem Titel »Komparatisten des Glücks, Über Mangelfunktionen, Reichtumsmärchen und die Politik der Großzügigkeit« in: Manfred Keuler und Paul Pantel (Hg.), Absturz oder Neubeginn. Arbeitswelt in der Globalisierung: Interviews mit Hans-Olaf Henkel, Peter Glotz, Oona Horx-Strathern, Frithjof Bergmann, Rolf Hochhuth, Alexander Kluge und Peter Sloterdijk. GIB Verlag (Gesellschaft für Innovative Beschäftigungsförderung), Bottrop 2004, S. 66-75.

Bild und Anblick. Versuch über atmosphärisches Sehen
Dieses Gespräch zwischen Peter Sloterdijk und Tim Otto Roth erschien unter dem Titel »Bild und Anblick. Versuch über atmosphärisches Sehen« (15. Februar 2005) in: http://www.imachination.net/next100/reactive/sloterdijk/index.htm (Abfragedatum: 9.1.2013). Tim Otto Roth lebt und arbeitet in Oppenau und Köln.

Das heilige Feuer der Unzufriedenheit
Dieses Gespräch zwischen Peter Sloterdijk und M. Walid Nakschbandi erschien unter dem Titel »Das heilige Feuer der Unzufriedenheit. Peter Sloterdijk über den Frotschritt« in: Claassen, Utz/Hogrefe, Jürgen (Hg.): Das neue Denken – Das Neue denken, Steidl-Verlag, Göttingen, 2005, S. 69-77. M. Walid Nakschbandi ist Journalist, Fernsehproduzent und Manager der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck.

Ein Team von Hermaphroditen
Dieses Gespräch zwischen Peter Sloterdijk, Dirk Kurbjuweit und Lothar Gorris erschien unter dem Titel »Ein Team von Hermaphroditen« im Nachrichtenmagazin Der Spiegel (3. Juni 2006, S. 70ff.). Dirk Kurbjuweit ist Journalist beim Nachrichtenmagazin Der Spiegel. Lothar Gorris ist Resortleiter beim Nachrichtenmagazin Der Spiegel.

Unter einem helleren Himmel
Dieses Gespräch zwischen Peter Sloterdijk und Robert Misik erschien unter dem Titel »Unter einem helleren Himmel« in der taz (13. Juni 2006). Robert Misik ist ein österreichischer Journalist und Schriftsteller.

Ein Freund der Mühe: Der Leser
Dieses Gespräch zwischen Peter Sloterdijk und Torsten Casimir erschien unter dem Titel »Ein Freund der Mühe: Der Leser« im Börsenblatt des Deutschen Buchhandels (36/2006). Torsten Casimir ist Chefredakteur des Börsenblatts.

Also sprach Sloterdijk
Dieses Gespräch zwischen Peter Sloterdijk und Res Strehle erschien unter dem Titel »Also sprach Sloterdijk« in Das Magazin, der wöchentlichen Beilage des Tages-Anzeigers (4.-10. November 2006, S. 46-55). Res Strehle ist Schweizer Journalist und Chefredakteur des Tages-Anzeigers (Zürich).

Väter weg von Puff und Kneipe
Dieses Gespräch zwischen Peter Sloterdijk, Jan Feddersen und Susanne Lang erschien unter dem Titel »Väter weg von Puff und Kneipe« in der taz (23. Dezember 2006). Jan Feddersen ist Journalist und Redakteur  bei der Berliner Tageszeitung taz. Susanne Lang ist Redakteurin der Tageszeitung taz.

Die Athletik des Sterbens
Dieses Gespräch zwischen Peter Sloterdijk und René Scheu erschien unter dem Titel »Die Athletik des Sterbens« in Schweizer Monatshefte (6/2007, S. 34-39). René Scheu ist Chefredaktuer und herausgeber des Magazins Schweizer Monat.

Erfülle deine Genießerpflicht!
Dieses Gespräch zwischen Peter Sloterdijk und Christoph Bopp erschien unter dem titel »Der neue Kategorische Imperativ: -Erfülle deine Genießerpflicht!-« in: (litart.twoday.net/files/Peter-Sloterdijk-/) (Abfragedatum 9.1.2013). Christoph Bopp ist ein Schweizer Journalist.

Auch ein Gott kann uns nicht retten
Dieses Gespräch zwischen Peter Sloterdijk und Julia Encke erschien unter dem Titel: »Uns hilft kein Gott«in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (22. März 2009, S. 21). Julia Encke gehört der Feuilletonredaktion der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung in Berlin an.

Ein Stecker für, höhere Energien
Dieses Gespräch zwischen Peter Sloterdijk und Mateo Kries erschien unter dem Titel »ein Stecker für höhere Energie« in der Welt (25. Oktober 2011) (http://www.welt.de/print/die_welt/kultur/article13679318/Ein-Stecker-fuer-die-hoeheren-Energien.html) (Abfragedatum 16.3.2013). Mateo Kries ist Chef-Kurator am Vitra Design Museum in Weil am Rhein.

Die Verpfändung der Luft: Zur Finanzkrise
Dieses Gespräch zwischen Peter Sloterdijk, Gabor Steingart und Torsten Riecke erschien unter dem Titel »Die Staaten verpfänden die Luft und Banken atmen tief durch« im Handelsbaltt (17. Dezember 2011). Gabor Steingart ist ein deutscher Journalist und AUtor. Er war von 2010 bis 2012 Chefredakteur des Handelsblatt. Torsten Riecke ist Journalist und Ressortleiter Meinung und Analyse des Handelsblatt.

Gibt es einen Ausweg aus der Krise der abendländischen Kultur?
Dieses Gespräch zwischen Peter Sloterdijk und Slavoj Žižek erschien unter dem Titel »Coment sortir del la crise de la civilisation occidentale?« in Le Monde (27. Mai 2011), (http://www.lemonde.fr/idees/article/2011/05/27/des-idees-force-pour-eviter-les-impasses-de-la-globalisation_1528141_3232.html). Übersetzt von Jürgen Schröder. Slavoy Žižek ist ein aus Slowenien stammender Philosoph, Kulturkritiker und Interpret.

Schicksalsfrage: Ein Roman vom Denken
Dieses Gespräch zwischen Peter Sloterdijk und Ulrich Raulff erschien unter dem Titel »Schicksalfragen: Ein Roman vom Denken« in: Marbacher Magazin, Ausstellungskatalog Schicksal. Sieben mal sieben unhintergehbare Dinge, Deutsche Schillergesellschaft, Nr. 135, Marbach am Neckar 2011, S. 14-72. Ulrich Raulff ist seit 2004 Leiter des Deutschen Literaturarchivs in Marbach am Neckar.

Der Mensch in der Wiederholung
Dieses Gespräch zwischen Peter Sloterdijk und Philippe Nassif erschien unter dem Titel »L’homme dans la repetition/Le XXle siecle sera acrobatique« in: Cle, Trouver du Sens, Retrouver du Temps. (http://www.cles.com/enquetes/article/le-xxie-siecle-sera-acrobatique) Übersetzt von Jürgen Schröder. Philipp Nassif ist französischer Philosoph.

Im Hintergrund das Murmeln Babylons
Dieses Gespräch zwischen Peter Sloterdijk und Manfred Osten erschien unter dem Titel »Im Hintergrund summt Babylon« in: Max Joseph. Magazin der Bayerischen Staatsoper (1/2012/2013, S. 32-40). Manfred Osten ist ein deutscher Autor, Jurist und Kunsthistoriker.

Editorische Notiz